Stephan VossISO (Information Security Officer)stephan.voss@stephan-voss.deLinkedIn
ISMS-GRC-WEBGOVERNANCE · RISK · COMPLIANCE · ASSURANCE
RISK

Risikoakzeptanz (Risk Acceptance)

Restrisiken bewusst, befristet und auf richtiger Ebene akzeptieren.

VERSTEHEN

Wann ist Akzeptanz eine bewusste Entscheidung?

Akzeptanz bedeutet nicht „nichts tun“. Risiko, Alternativen und verbleibende Unsicherheit müssen verstanden sein.

ANWENDEN

Risikoakzeptanz mit Mandat und Frist steuern

01
Risiko

Szenario und Restrisiko.

02
Grund

Warum vertretbar?

03
Kompensierende Controls

Kompensierende Maßnahmen.

04
Entscheider / Owner

Entscheidungsbefugte Stelle.

05
Überprüfung (Review)

Trigger/Ablaufdatum.

BEISPIEL AUS DEM ALLTAG

Akzeptanz am konkreten Szenario

Ein beweglicher Container-Tag kann bewusst akzeptiert werden, wenn Quelle, Einsatzumgebung, Monitoring und Deployment-Evidence bewertet wurden.

NACHWEISEN

Welche Nachweise die Entscheidung tragen

Risk AcceptanceHält die bewusste Risikoakzeptanz mit Entscheider, Entscheidungsgrundlage, Restrisiko, Auflagen und Geltungsdauer fest.
Kompensierende ControlsDokumentieren zusätzliche Schutzmaßnahmen, die eine genehmigte Abweichung oder ein Restrisiko begrenzen.
ReviewdatumLegt fest, bis wann die Akzeptanz erneut bewertet werden muss und ob sie verlängert, geändert oder beendet wird.
ABGRENZUNG

Akzeptieren heißt nicht ignorieren

Eine belastbare Risikoakzeptanz benennt das konkrete Restrisiko, den Entscheider mit passendem Mandat, die Begründung, mögliche Auflagen und einen Review- oder Ablaufpunkt. Wird die Risikolage wesentlich verändert, verliert die frühere Entscheidung ihre Grundlage und muss neu betrachtet werden.

Denkfehler: „Das machen wir später“ ist keine Risikoakzeptanz. Ohne dokumentierte Entscheidung, Mandat und Geltungsdauer bleibt lediglich ein offenes Risiko.