Kryptographie und Schlüsselmanagement
Kryptographische Verfahren schützen Informationen und Vertrauensbeziehungen – ihre Wirksamkeit hängt wesentlich vom Lebenszyklus der Schlüssel ab.
Worum geht es?
Verschlüsselung ist mehr als ein Algorithmus. Auswahl, Schlüsselgenerierung, Speicherung, Zugriff, Rotation, Wiederherstellung und Außerbetriebnahme müssen zusammenpassen.
Zweck
Vertraulichkeit, Integrität oder Authentizität gezielt adressieren.
Schlüssel
Schlüssel getrennt, geschützt und kontrolliert verwalten.
Lebenszyklus
Verfahren und Schlüssel regelmäßig erneuern und außer Betrieb nehmen.
Wie aus Schutzbedarf verlässlicher kryptographischer Schutz wird
Zertifikate sind Assets mit Lifecycle
Zertifikate und Zertifikatspeicher benötigen dieselbe nachvollziehbare Steuerung wie andere kritische technische Assets – inklusive Zweck, Owner, Laufzeit und Erneuerung.
Bestand kennen
Relevante Zertifikate, Zertifikatspeicher, Verwendungszweck, abhängige Systeme und verantwortliche Rollen nachvollziehbar erfassen.
Ablauf beherrschen
Ausstellung, Verteilung, Erneuerung, Sperrung und Austausch so steuern, dass ablaufende oder kompromittierte Zertifikate nicht zum Betriebsrisiko werden.
Kritische Abhängigkeiten erkennen
Besonders bei Zertifikaten für kritische Funktionen müssen Auswirkungen eines Ablaufs oder Fehlers vorab bekannt und überwacht sein.
Kryptographie braucht beherrschte Schlüssel und Zertifikate
Verschlüsselung wirkt nur, wenn Algorithmen, Schlüssel, Zertifikate, Verantwortlichkeiten und Erneuerungsprozesse über den gesamten Lebenszyklus beherrscht werden.
Bestand & Zweck
Schlüssel, Zertifikate und relevante Stores mit Zweck, Owner, Abhängigkeiten und Laufzeit kennen.
Erzeugen & Verteilen
Sichere Erzeugung, Speicherung, Verteilung und Zugriffsschutz nachvollziehbar organisieren.
Erneuern & Sperren
Ablauf, Kompromittierung und Austausch so beherrschen, dass kritische Dienste nicht ungeplant ausfallen.
Nachweisen
Konfiguration, Laufzeiten, Ausnahmen und Erneuerungen ausreichend überwachen und dokumentieren.